Dienstag, 12 Januar 2021 14:07

Baden auf dem Weg zum Welt-Kulturerbe

In dieser Serie wollen wir Ihnen in den kommenden Wochen alle 11 historischen Kurstädte vorstellen, die gemeinsam als „Great Spas of Europe“ einen Eintrag als UNESCO-Welterbe anstreben. Die Entscheidung darüber soll heuer im Sommer fallen. 

Die belgische Kurstadt Spa wird oft als “Café Europas” und “Perle der Belgischen Ardennen“ bezeichnet. Auch in Spa waren sich die Römer bereits den besonderen Eigenschaften der Thermalquellen bewusst. Die Entwicklung der Stadt war, wie viele Kurorte, durch die Nutzung des Mineralwassers geprägt.
Besonders in der Identifizierung der therapeutischen Eigenschaften des Mineralwassers nahm Spa seit dem 16. Jahrhundert eine wegweisende Rolle ein. Lymborh Gilbert, Leibarzt des Fürstbischofs von Liège, war einer der Ersten, der 1559 die heilende Wirkung des Mineralwassers wiederentdeckte und erforschte. So kam es, dass das Quellwasser bereits 1583 in Flaschen abgefüllt wurde, um exportiert zu werden.
Im 17. Jahrhundert wurden die ersten wissenschaftlichen Analysen der Gewässer von Spa auf der Grundlage von Destillation und Verdunstung durchgeführt.
1717 nahm der Zar Peter der Große das Wasser in Spa ein und wurde „geheilt“. Dieses Ereignis war der Ausgangspunkt für die internationale Anerkennung der Stadt, die Spa zum gesellschaftlichen Treffpunkt für die europäische Aristokratie werden ließ.
Der belgische Chemiker Jean-Philippe de Limbourg, Arzt des Fürstbischofs von Liege, schlug im 18. Jahrhundert als Erster vor, das Wasser von Spa in Form von Duschen oder Bädern zur Therapie zu verwenden; diese Behandlungen werden bis heute als Balneotherapie bezeichnet.
Die Popularität des Kurorts hing allerdings auch mit der Entwicklung des Glücksspiels zusammen, das vom Fürstbischof von Liège genehmigt wurde. Die Bedeutung dieser elitären Unterhaltung wurde durch die Eröffnung im Jahr 1762 eines der frühesten Casinos in Europa, dem sogenannten La Redoute, gekennzeichnet.
Der Stadtbrand von 1807 stellt eine Zäsur in der Entwicklung der Kurstadt dar. Spa verlor bei dem verheerenden Brand zwei Drittel der Gebäude. Doch infolgedessen wurde Spa ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in eine moderne Kurstadt mit französisch-klassizistischer Architektur umgewandelt. Die kohlensäurehaltige Hauptquelle Pouhon Pierre-le-Grand erhielt 1880 durch Architekt Victor Besme eine Wandelhalle und war das mittlerweile fünfte Gebäude, das über der Quelle errichtet wurde.

Den Artikel in ganzer Länge (zur Verfügung gestellt von Baden-Baden) finden Sie unter: www.tourismus.baden.at/spa-1

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