Dienstag, 23 Februar 2021 14:07

Stadt ist auf Blackout vorbereitet

Einen großflächigen, länger dauernden Stromausfall bezeichnet man als „Blackout“. Am 8. Jänner sind wir in ganz Europa haarscharf daran vorbei geschrammt. Das Badener Meinungsforschungs-Institut Marketagent hat untersucht, ob wir darauf entsprechend vorbereitet gewesen wären. 

Kein Internet oder Fernsehen wären vermutlich noch die harmlosesten Folgen eines Stromausfalls. Kühlschränke und Tiefkühler die nicht mehr kühlen, kein Wasser zum Trinken oder für die WC-Spülung und keine geöffneten Supermärkte wären noch viel gravierender.
Die Badener Meinungsforscher von Marketagent haben den 8. Jänner zum Anlass genommen, um sich näher mit der Thematik zu befassen. „Gut 8 von 10 kennen den Begriff „Blackout“ im Zusammenhang mit dem plötzlichen, überregionalen und länger andauernden Ausfall großer Stromnetze. Dass dabei jedoch tatsächlich der gesamte Alltag für bis zu zwei Wochen stillstehen würde, von Beleuchtung, Handy und Internet über Ampeln und Bankautomaten bis hin zur Abwasserentsorgung, war nur knapp zwei Drittel der heimischen Bevölkerung bewusst. Immerhin jeder Dritte hätte nicht mit Konsequenzen in diesem Ausmaß gerechnet. Dabei machen sich Männer sowie die Generation 50+ tendenziell etwas mehr Gedanken in Hinblick auf die möglichen Konsequenzen eines Blackouts, unter ihnen herrscht insgesamt mehr Bewusstsein und sie sind informierter“, sagt Lisa Patek von Marketagent.
Um im Ernstfall nicht die Nerven wegzuwerfen, sondern die Situation gut managen zu können, ist eine entsprechende Vorbereitung das Um und Auf. So planen jene, bei denen noch Defizite in der Versorgung bestehen, je gut 7 von 10 Befragten speziell in Bezug auf die Lebensmittel- und Trinkwasservorräte aufzurüsten. 65 Prozent möchten ihren Bargeldbestand erweitern und 6 von 10 ausreichend Hygieneartikel lagern. Jeder Zweite bekundet zudem Interesse an einer Checkliste oder Broschüre mit Tipps und Anleitungen für einen krisensicheren Haushalt, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein.
„Ob in den nächsten 5 Jahren in ganz Europa einmal die Lichter ausgehen könnten, darüber herrscht Uneinigkeit: 46 Prozent halten einen großflächigen Stromausfall für denkbar, 54 Prozent rechnen eher nicht damit. Auffallend ist dabei, dass die eifrigen Rezipienten der medialen Berichterstattung rund um das Beinahe-Blackout im Jänner dessen Eintreten für deutlich wahrscheinlicher halten als jene, die weniger oder gar keine Informationen dazu erhalten haben. Offenbar konnten die Medienberichte hier ein Bewusstsein für den Ernst der Lage schaffen und die Komplexität des europaweiten Stromnetzes verdeutlichen“, so die Meinungsforscherin.
Nicht erst nach dem 8. Jänner hat man sich bei der Stadt Baden auf einen möglichen, längerdauernden Stromausfall vorbereitet. „Wir haben das sogar im Koalitionsvertrag festgehalten“, bestätigt Bürgermeister Stafan Szirucsek. „Unser Trinkwasser ist gut abgesichert, dafür sorgt ein eigenes Wasserkraftwerk in Ebenfurth. Dadurch können die Hochbehälter ständig befüllt werden. Auf der anderen Seite der Kette sorgen Dieselaggregate dafür, dass unsere Kanalisation auch bei einem Stromausfall funktioniert. Auch für andere Infrastrukturen steht uns Notstrom zur Verfügung. Das gleiche gilt auch für das Rathaus, wo wir die Systeme geordnet herunterfahren können. Unser Katastrophenplan wird laufend aktualisiert“, schildert der Bürgermeister, der auch privat vorgesorgt hat. „Wir haben einen Abstellraum mit Konserven, Dosenbrot, Mehl und Mineralwasser und auf der Terrasse hätten wir die Möglichkeit Lebensmittel mit Gas oder Kohle zu erhitzen.“

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